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Warum lässt Gott das zu?

Lea und Marius spielten im Kinderzimmer. Plötzlich hörten sie im Flur hektisches Rumoren. Die Mutter erklärte: „Papa musste ins Krankenhaus. Er ist einfach vom Stuhl gefallen.“ Was wird werden? Am nächsten Morgen sagte die Mutter, dass der Vater in der Nacht gestorben ist. Warum lässt Gott das zu?

Timo ist mit seiner Mutter unterwegs. Plötzlich kommt aus der Seitenstraße ein Auto und nimmt                  die Vorfahrt. Es knallt heftig. Timos Mutter muss ins Krankenhaus. Warum lässt Gott das zu?

Tabea ist zur Klassensprecherin gewählt worden. Wie froh ist sie, dass sie nach dem Umzug so schnell neue Freunde gefunden hat. Doch nach einem Jahr sagen die Eltern: „Wir müssen wieder umziehen.“ Tabea ist geschockt und weint. Warum lässt Gott das zu?

Wahrscheinlich kennst du auch viele Situationen, in denen du fragst: „Warum lässt Gott das zu?“ Manchmal sind auch Erwachsene dann ganz hilflos.
Hier ein paar Tipps:


  1. Rede direkt mit Gott
    Wer so fragt, redet ja schon den Richtigen an: Gott. Wer anders als Gott könnte dir dabei helfen, die Antwort zu finden. In der Bibel gibt es einen Menschen, der genauso gefragt hat: Hiob. Allen Reichtum und alle seine Kinder hat er an einem Tag verloren. (Hiob 1 + 2) Warum lässt Gott das zu? Hiob hält lange Anklagereden an Gott.
  2. Achte auf das, was Gott dir deutlich macht
    Als Gott ihm antwortet, merkt Hiob, dass er mit Gott nicht so umgehen kann, wie mit Menschen (Hiob 38 ff). Das kann auch dir helfen. Sieh nicht nur auf deine Probleme, sondern entdecke, wie groß Gott ist. Er denkt weiter als wir. Hiob erkennt: „Siehe, ich bin zu gering, was soll ich antworten?“ (40, 4; siehe auch 42, 3. 5)
  3. Gott weiß, was richtig ist
    Im Gespräch mit Gott kannst du entdecken, dass er viel mächtiger ist in seinen Gedanken und seinen Taten als jeder Mensch. Denn schließlich hat Gott das Leben geschaffen; auch dein Leben, auch das Leben des Hiob. Die Frage: „Warum lässt Gott das zu?“ ist zwar noch nicht beantwortet – aber er kann Gott jetzt vertrauen, dass er es gut macht. Hiob konnte das noch hier auf der Erde erleben (Kap. 42 ab V. 10). Spätestens in der Ewigkeit bei Gott wird klar, das Gott keinen Fehler gemacht hat (Lies nach in Psalm 73, 23 – 28).
  4. Gott ist vertrauenswürdig
    Es ist wie bei einem gewebten Teppich: auf der Rückseite sehen die Fäden ganz wirr aus – einfach chaotisch. Aber die Vorderseite zeigt ein herrliches Muster. Mir hat dieser Vergleich geholfen: Gott macht es gut!

Mach es wie Hiob: rede mit Gott. Ihm kannst du vertrauen.



Knut Ahlborn, Mitarbeiter bei CHRIS - Sorgentelefon