| Stark sein - müssen? |
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Ich weiß: Das ist ein schwieriges Thema. Vielleicht deswegen, weil es uns alle betrifft.
Da habe ich sie einmal alle eingeladen zur Kirmes und habe alle Fahrten bezahlt – mit geklautem Geld. Ich erinnere mich noch genau: ich wollte beweisen, dass ich auch was kann. Ich wollte nicht als Außenseiter gelten. Als der Diebstahl rauskam, war das ganz bitter. Ich sehe noch heute das traurige Gesicht meiner Mutter vor mir...
Um uns herum sehen wir immer wieder, dass nur der zählt, der sich was leisten kann. Wer der Stärkste oder der beste in der Schule ist, der zählt. Und wer nicht mithält, ist schnell draußen. Aber ein Artikel in der Zeitung bringt ihn zum Nachdenken. Da steht: „Ein Jogger wurde mit einem Baseballschläger verhauen, damit er den Angreifern seine Markensportschuhe gibt.“ Da steht bei Tobias der Entschluss fest: So will ich nicht werden. Ich bin nicht nur was wert, wenn ich stark bin, wenn ich die richtigen Klamotten habe, wenn ich bestimmte Dinge kann. Tobias weiß: Gott kennt mich und hat mich lieb, so wie ich bin. Ich muss IHM nichts beweisen. Das hat Tobias geholfen – auch wenn es in der Schule noch einige Zeit ziemlich schwierig war. Aber langsam haben die Klassenkollegen gemerkt, dass Tobias doch ein prima Kerl ist. Gut, dass sich Tobias nicht angepasst und falsche Stärke gezeigt hat. Gut, dass Tobias Kontakt mit Menschen hatte, die ihn ermutigten und ihm eine Zusage von Gott mitgegeben haben: „Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.“ (Jesaja 41, 10)
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Ich kann mich z.B. daran erinnern, dass wir in unserer Familie nicht viel Geld zur Verfügung hatten. Das war bei meinen Schulkollegen anders. Ich wollte aber trotzdem „dazu gehören“.